Beruf kommt von Berufung

Ich habe meine erste Blog-Parade veröffentlicht!

Das Thema liegt mir am Herzen: Beruf kommt von Berufung habe ich es genannt. Es dreht sich also um die Berufswahl.

Am Ende der Schullaufbahn denkt man ja noch, dass einem alle Türen offenstehen, man muss sich lediglich für einen Beruf entscheiden. Wenn das nur so einfach wäre… Denn wie wir alle wissen, klappen viele Türen ganz schnell wieder zu, wenn man sich erst einmal für einen Beruf und somit gegen viele andere entschieden hat. Und das macht die Entscheidungsfindung nicht gerade einfach.

Den detaillierten Text lest ihr auf meiner Seite zur Blogparade. Dort beschreibe ich auch, wie eine Blog-Parade funktioniert und wie ihr teilnehmen könnt.

Ich freue mich über jeden Beitrag, in dem ihr eure persönlichen Erfahrungen schildert!

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Ich weiß nicht, was ich wollen soll

I’m a copy cat.

Aber ich kopiere nur, weil ich den Titel so sagenhaft zutreffend finde – und lustig. Mittlerweile habe ich das gesamte Buch durch. Lustig war es dann doch nicht, jedoch aufschlussreich. Ich möchte sogar behaupten, dieses Buch kam einer Erleuchtung gleich:

Ich weiß nicht, was ich wollen soll

„Ich weiß nicht, was ich wollen soll – Warum wir uns so schwer entscheiden können und wo das Glück zu finden ist“ von Bas Kast

So treffend der Titel, so unglücklich aber der Untertitel. Der hätte mich beinahe um die Lektüre dieses Buches gebracht. Ein Glücksratgeber, na, das klingt ja vielversprechend…

Kast hat aber gerade keinen Ratgeber geschrieben. Sein Buch ist eine Bestandsaufnahme, eine Analyse mit anschließender Bewertung. Ein Sittenbild.
Aufhänger ist der in unserer westlichen Gesellschaft wie ein Virus um sich greifende Unwille, sich festzulegen. Wir wollen auf nichts verzichten, geraten bei der Umsetzung des „Alles-oder-Nichts“ aber ganz schön ins Schwitzen (ergo Stress). Kast ergründet, weshalb wir trotz Freiheit und Wohlstand nicht so glücklich sind, wie wir es sein müssten. Ganz im Gegenteil, wir sind deprimiert, fühlen uns gehetzt.

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Walter White ist meine Schwieger-mutter

Zunächst etwas Banal-Emotionales, um in die Woche zu starten:

Mein Mann und ich haben uns gestern Abend das Staffelfinale von Breaking Bad reingezogen. Ich werde es selbstverständlich nicht verraten – nur so viel: es ist ein würdiges Ende und jeder kriegt, was er verdient. Was hat dies mit „Arbeit“ oder „Zeitarbeit“ zu tun, mag man sich an dieser Stelle fragen. Wartet’s ab, den Bogen spanne ich gleich.

Am Nachmittag zuvor hatte ich bereits ein Walter-White’sches Erlebnis, als meine Familie und ich bei meiner Schwiegermutter zum Essen eingeladen waren. Meine Schwiegermutter ist ein echtes Arbeitstier. Sie hat zwei Vollzeit-Jobs, den einen übt sie werktags aus, den anderen am Wochenende. Niemand verlangt das von ihr, sie erachtet es aus finanzieller Sicht jedoch als notwendig. Keine Ahnung, warum. Ein einziger Job würde auch ausreichen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Sie müsste sich nur hier und da ein bisschen einschränken.

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Worauf es ankommt im Job

Die Arbeit ist schon ein seltsamer Kosmos. Man kann viel lernen und lernt viele kennen. Sich selbst natürlich auch ein bisschen mehr.

Bevor ich anfing, als Angestellte zu arbeiten, dachte ich immer, dass es allein auf Fachkenntnisse ankommt, die angewendet werden müssen. Meine drei letzten Stellen haben mich eines Besseren belehrt: Fachkenntnisse lassen sich quasi nebenbei erwerben, vielmehr aber kommt es aufs Zwischenmenschliche an. Auf meiner jetzigen Position bspw. gab es schon vor mir eine Zeitarbeiterin, die jedoch nach sechs Wochen gekickt worden ist, weil sich meine Kollegin (die alteingesessene und einflussreiche Sekretärin) nicht mit ihr verstanden hat. Eine festangestellte Kollegin wäre sie aus diesem Grunde natürlich nicht so schnell losgeworden. Bei einer Zeitarbeiterin musst du nicht einmal Gründe angeben, um den „Einsatz“ zu beenden. Ich gefalle ihr offenbar besser, zumindest hatte sie noch nichts auszusetzen. Dafür kann ich nichts. Mögen und Gemochtwerden unterliegen nicht meinem Einfluss. Und trotzdem wird es so hochbewertet.

Dies bezieht sich auf einfach und schnell zu erlernende Jobs wie die der Assistentin, Schreibkraft oder Sachbearbeiterin. Ich nehme an, dass es bspw. in Ingenieursberufen sehrwohl auf Fachkenntnisse ankommt. Ein gewisser Charme wird aber auch dort nicht schaden, Besserwissertum hingegen schon.

Das Aussehen spielt auch keine untergeordnete Rolle – gerade bei Frauen in Verkaufsberufen. Wahrscheinlich nicht bei Lidl an der Kasse, aber wenn es um Kundenakquise geht und das Verkaufen hochpreisiger Artikel, wie Autos oder Anzeigen, sollte man doch recht vorzeigbar sein. Als Sekretärin hat es mir bislang auch nicht geschadet, mich aufzuhübschen… Manchmal habe ich das Gefühl, dass das noch das angenehmste an diesem Job ist.