Jahresvorsätze? -Keine.

Das neue Jahr fing ein wenig – hm – ernüchternd an.
Zum Jahresausklang noch mal beim Kabarett gewesen und Christoph Sieber bei den Wühlmäusen gesehn. Es war zwar irre komisch (besonders seine unvergessliche Persiflage auf das Dressurpferd Satchmo, das ich bis dato gar nicht kannte), aber was den Ausblick auf unsere Zukunft anbelangt doch sehr deprimierend. Letztlich hatte ich den Eindruck, dass alles den Bach runtergeht. Wirtschaft, Umwelt, Politik – alles ist dem Untergang geweiht.

Danach noch einen Kommentar im „The European“ gelesen, einzige Aussage, die hängengeblieben ist: „Wir leben in einem neuen Mittelalter.“. Auch nicht gerade erbauend.

Ende Dezember hatten mein Mann und ich endlich mal Zeit, einen Film zu sehen, der länger als 60min. dauert – und haben uns ausgerechnet für „Place beyond the Pines“ entschieden. Nicht traurig zwar, aber doch zu realistisch, um positiv angetan zu sein. Fazit: Arm bleibt arm und reich bleibt reich – komme, was wolle. Wenigstens ein bisschen Gerechtigkeit in Form von „Korruption lohnt sich nicht“, zumindest nicht immer. Juhu.

Zu guter Letzt kam noch mein berufliches Aus beim PKV: „Aber Sie werden auf jeden Fall noch den Januar über hier arbeiten, das kann ich Ihnen versichern!“. Danke, Chef, ich bin gerührt angesichts Ihres enormen Einsatzes.

Was nehme ich mir also vor? -Gesund zu bleiben vielleicht.
Ich sehne mich nach meiner Selbstständigkeit zurück. Kein Geld zwar, aber mental zufrieden.