Blog-Marketing: Das Leid des Kommentierens

Auf WordPress habe ich mir ein knapp 130 Seiten umfassendes eBook heruntergeladen, um mein Blog – im Rahmen meiner Möglichkeiten – besser zu vermarkten. Oder überhaupt zu vermarkten. Tatsächlich habe ich mir das Pamphlet von der ersten bis zur letzten Seite durchgelesen und festgestellt, dass ich im Grunde schon das 1×1 des Blog-Marketings beherrsche.

Generell heißt es ja immer wieder: „authentisch sein und unique content produzieren“ – völlig unproblematisch.

Was beim Bloggen jedoch mindestens ebenso wichtig ist und für mich einen echten Stolperstein darstellt, ist das Kommentieren in anderen, thematisch verwandten Blogs.

Im genannten eBook heißt denn auch die Forderung, mindestens 5 Kommentare in 5 verschiedenen Blogs zu schreiben – und das TÄGLICH!
Selbstverständlich verbietet es sich, lediglich mit „sehr interessanter Beitrag, freu mich schon, mehr von dir zu lesen“, aufzuwarten. Kreativität ist gefragt, wenn es darum geht einen originellen Kommentar zu schreiben, in dem man bestenfalls von „ähnlichen Erlebnissen“ berichtet.

Ich habe mich heute also hingesetzt und versucht, diesen Ratschlag in die Tat umzusetzen. Zunächst habe ich mit Mühe und Not und viel Google-Recherche 5 Blogs gefunden, die mich thematisch interessierten (und auf denen es überhaupt möglich war, zu kommentieren, denn die Kommentarfunktion ist bei vielen einfach abgestellt).

Noch mehr Lesezeit ist vergangen, um einen Artikel herauszufiltern, den ich möglichst originell kommentieren könnte. Das Schreiben selbst ist natürlich auch nicht sonderlich schnell vonstatten gegangen. Ja, zu guter Letzt habe ich 5 Kommentare verfasst, aber die sind noch nicht zu sehen, da sie vom Eigentümer erst freigeschaltet werden müssen (was dieser je nach seinem Gusto natürlich auch unterbinden kann). Irgendwie kommt man sich ein bisschen vor wie ein Bittsteller. Dabei will ich doch nur „part of the community“ sein

So ist ein ganzer Vormittag vergangen. Komischerweise habe ich aber das Gefühl, nichts getan zu haben.

Blog-Marketing ist ein hartes Brot.

Advertisements

9 Gedanken zu “Blog-Marketing: Das Leid des Kommentierens

  1. Pingback: Blog-Marketing II – Das Mommyblog-Phänomen | Zeitarbeiterin

  2. Hallo,
    ich musste erst das Kommentarfeld suchen. So weit unten…
    Nein. Alles gut.
    Ich finde Deinen Beitrag sehr interessant da der Begriff „Blog-Marketing“ in diesem Zusammenhang noch nicht fiel und bisher auch keiner den „Zugzwang“ zum Kommentieren beschrieb.
    Vielen Dank dafür.
    Selbstverständlich macht es mich stolz, dass mein Blog Dir thematisch zusprach und somit auch zu den 5 Kommentaren am Tag gehöre. 🙂

    Ich kann Dein Gefühl des „Bittstellers“ durchaus nachvollziehen. Diese Paranoia gegenüber SPAM ist wirklich nervig. Für das Abschalten der Kommentarfunktion auf einem Blog kann ich nur wenig Verständnis aufbringen. Aber so sind sie eben, die Menschen…

    Dass der erste Kommentar, wie bei mir, freigeschaltet werden muss, finde ich ok. Aber jeden Kommentar? Also bitte! Nein. Auf keinen Fall.

    Ich bedanke mich nochmals für Deine Teilnahme an dieser Blogparade und freue mich auf ein Wiedersehen. 😉
    Liebe Grüße
    Timm

    Gefällt mir

  3. Pingback: Blogparade: Liest du noch oder kommentierst du schon? › Der NetzBlogger

  4. Pingback: Auswertung: Liest du noch oder kommentierst du schon? › Der NetzBlogger

  5. Tja, es ist nicht einfach, Leser und insbesondere Kommentatoren für sein Blog zu finden.
    Aber im Laufe der Zeit findet man auch Blogs, die einen selbst interessieren, so dass es leicht fällt, Kommentare zu verfassen.
    Ein passender, origineller Kommentar zieht bestimmt mehr Interessierte auf das eigene Blog als ein lapitares „Schöner Beitrag“.
    Trotzdem ist die Erfolgsquote eher gering.

    Weiterhin viel Spaß beim Bloggen!

    Gefällt mir

    • Besten Dank für deinen aufmunternden Kommentar. Ich denke auch, dass ich erst mit der Zeit Blogs finde, auf denen ich aus reinem Interesse am Thema kommentiere, und nicht unter dem Druck, einfach mein Blog zu verlinken/vermarkten. Der WordPress-Tipp „täglich 5“ ist doch recht schlecht durchdacht. Freunde macht man sich durch Spammen bestimmt nicht… und sich den ganzen Tag lang geistreiche Kommetare auszudenken, schafft man zeitlich einfach nicht.

      Gefällt mir

  6. Hallo, ich bin erst seit kurzem selbst Blogger und muss sagen, du sprichst mir irgendwie aus der Seele. Auch wenn man es mit großer Leidenschaft tut, muss man sehr viel Zeit investieren, die dann woanders eventuell fehlt.
    Aber es macht untern Strich viel Spaß und solange das der Fall ist, werde ich weiter machen.

    Gefällt mir

    • Hey-Hey!
      Danke für dein Feedback. Freut mich zu hören, dass ich dir aus der Seele spreche. Mittlerweile bin ich ja schon ein gutes halbes Jahr dabei und habe doch das ein oder andere Blog entdeckt, auf dem ich gern mal kommentiere, einfach weil mich der Post dazu bewegt – nicht um mein Blog zu verlinken. Eigentlich müsste ich noch viel aktiver sein, aber aus Zwang klappt es einfach nicht bzw. es fehlt die Zeit (wie du selbst angemerkt hast). Da schreibe ich lieber einen Text der mir am Herzen liegt und vernachlässige das Blog-Marketing…

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s