Kündigung wegen Teilzeit-Wunsch

Die DIS AG hatte es dann doch eilig, mich loszuwerden. Keine Ahnung, was der wahre Grund ist. Man gab an, es sei unmöglich einen Job für mich zu finden, dessen Arbeitszeit weniger als 40 Wochenstunden vorsieht. Ich hätte mich sogar noch für 35 Wochenstunden hergegeben. Doch nein, es hat nicht sollen sein.

Das Kündigungsschreiben kam per Kurierdienst, weil ich mich nicht persönlich im Büro der DIS AG einfinden wollte. Letzten Endes ist eingetroffen, was ich mir insgeheim gewünscht habe: Die Zeitarbeit wurde beendet. Doch nun habe ich gar keinen Job mehr und somit auch kein Geld. Da ich mich in den vergangenen Monaten jedoch daran gewöhnt hatte, relativ viel Geld zur Verfügung zu haben, ist es nun recht bedrückend, auf das Ersparte zurückgreifen zu müssen.

Ich bewerbe mich natürlich fleißig weiter.
Am Montag bspw. war ich wieder unterwegs zu einem Vorstellungsgespräch, das in Zehlendorf stattfand. So weit musste ich bislang noch nie fahren. Ich befand mich also in einem Teil Berlins, in dem ich noch nie zuvor gewesen bin. Mein Mann hat mich bis zur Unternehmensadresse mitgenommen, weil er selbst außerhalb Berlins arbeitet. Insofern hatte ich einen komfortablen Hinweg. Bloß war ich eine Stunde zu früh am vereinbarten Ort, eine Mischung aus Gewerbe- und Wohngebiet, in dem ich auf den ersten Blick nur einen Aldi lokalisieren konnte. Es war kalt, doch eine Stunde bei Aldi totschlagen? -Ich spazierte also umher und fand nach einigem Suchen tatsächlich eine Bäckerei, in die ich mich setzte, um einen Kaffee zu trinken.

Oh, Zehlendorf - wie sonnig war doch dein Wintermorgen!

Oh, Zehlendorf – sonniger Morgen in einer Bäckerei

Das war der angenehme Teil, der mich wohl auch etwas benebelte. Im darauffolgenden Vorstellungsgespräch jedenfalls konnte ich nicht überzeugen. Auch diesmal sollte ich wieder meine beruflichen Stationen schildern, sie fielen mir aber kaum ein. Und weshalb hatte ich noch mal Journalistik studiert? -Wenn ich das nur wüsste, hm…

Die beiden Damen, Personalerin und Fachbereichsleiterin waren mir dennoch wohlgesonnen. Dummerweise tappte ich im Verlauf des Gesprächs noch einmal in ein Fettnäpfchen. Ich beantwortete die Frage nach meinen Berufswünschen wahrheitsgemäß, statt einfach die Punkte des Stellenprofils widerzugeben. Texte würde ich gern verfassen, auch Übersetzungen anfertigen. Verdammt. Das hatten sie natürlich nicht in petto.

Nun denn, auf ein nächstes.

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